Zum neuen Buch von Ahmed Mansour

Wenn islamfeindliche Hetze von Nazis kommt, wird sie mitunter als solche erkannt. Wenn allerdings islamfeindliche Hetze von Renegaten wie Ahmad Mansour kommt, dann wird sie mitunter so wahrgenommen, als würde da jemand als “Kronzeuge” endlich einmal “Klartext” reden und die mitunter gleichen Aussagen werden von vielen nicht als das wahrgenommen, was sie eigentlich (unabhängig von demjenigen, von dem sie kommen) sind: islamfeindliche Hetze.

Schön auf den Punkt gebracht hat das eine ironische Besprechung des neusten Buches von Ahmad Mansour in der Titanic. Hier einige Kostproben:

“Für den Deutschen gibt es nichts Schöneres als ein Buch über Ausländer, die Scheiße bauen. Am härtesten geilt es den Deutschen an, wenn ein Ausländer selbst erzählt, dass Ausländer Scheiße bauen. Sarrazin prophezeit den endgültigen Kartoffeltod? Hot! Aber wenn der Psychologe Ahmad Mansour auf 300 Seiten gegen “falsche Toleranz” wettert, dann platzt dem Deutschen die Sackhaut, noch bevor er “Sie haben mich ins Gesicht gefilmt!” stöhnen kann.”

oder:
” Doch war vom Autor von “Generation Allah – Warum wir im Kampf gegen religiösen Extremismus umdenken müssen” etwas anderes zu erwarten? Ein Hinweis darauf, dass nur ein paar wenige Prozent der hier Lebenden an diesen Allah glauben? Freilich nicht, das senkt nur die Verkaufszahlen. Lieber teilt Mansour daher dem “Hamburger Abendblatt” mit, dass es Rassismus “auch gegenüber Deutschen” gibt. Und der Mann hat studiert.”

oder:
“Wem die Begriffe “Ehrenmord” und “Burkini” also zu selten in der Tageszeitung vorkommen, der kann sich das jetzt alles gebuchbündelt ins Regal stellen. Ein Bestseller wird’s bestimmt werden, lassen sich die Deutschen in ihrer einzigartigen Angst doch seit jeher die dümmsten Thesen aufschwatzen. Man kann nur hoffen, dass Sarrazin wenigstens einmal Recht hatte.”

Hier der komplette Text: http://www.titanic-magazin.de/…/cornelius-wm-oettle-ahmad-…/

Außer einen Umgang mit Humor bleibt uns lediglich der Wunsch, dass sich nicht auch noch ein” Ahmad Mansour”…

  • aus der Reihe der Roma findet, der dann medienwirksam wöchentlich mit hunderttausendfacher Auflage der deutschen Öffentlichkeit erzählen darf, daß Roma die Ihnen zugeschriebenen Eigenschaften (sie wissen schon welche … wollen wir hier nicht explizit nennen) haben.
  • oder dass sich ein schwuler oder ein jüdischer “Ahmad Mansour” findet, der regelmäßig öffentlich die Stereotypen bzgl. Homosexuellen bzw. Juden ins Gedächtnis bzw. Bewusstsein ruft und dafür von der Öffentlichkeit gefeiert und mit Auszeichnungen überhäuft wird…
  • oder sich für andere Minderheiten sich “Ahmad Mansours” finden.

Okay, der Markt für Islam-Bashing durch Muslime oder Ex-Muslime ist natürlich größer als der für Renegaten aus anderen Bereichen. Dennoch – wir wünschen allen Minderheiten, daß Ihnen gehypte “Ahmad Mansours” erspart bleiben!